Was Hypnose bewirken kann

31.01.2012

Frau S. litt schon immer unter den Problemen Resignation und Lustlosigkeit. Ihren Schilderungen nach, hatte sie stets grosse Mühe mit Regelmässigkeit und Kontinuität einer Tätigkeit nachzugehen. So erlernte sie zwar viele kostspielige Zusatz-Fertigkeiten wie das Massieren, Tier-Akkupunktur und –Kommunikation sowie Joggen, sie kam jedoch nie zur Phase des Anwendens. Eigenlob für erbrachte Leistung war ihr gänzlich fremd.

Immer grösser wurde die Unzufriedenheit in Frau S` Leben, da ihr Gefühl der Wertlosigkeit wuchs. Ihre Nutzlosigkeit weitete sich zu einem ernsten Problem, das sie auch im Alltag immer mehr beengte, bis sie kaum mehr einen Fuss vor die Türe setzte. Es  kam so weit, dass sie ihre vertrauten vier Wände nur noch verliess, wenn es ihr Stundenplan von ihr verlangte. Im Arbeits-Umfeld verschanzte sie sich in zunehmendem Mass hinter einer Mauer der Unnahbarkeit. Immer mehr wuchs diese Isolation zu einer Vereinsamung an.

Eines Tages war der Gedanke an den Tod ein absolut möglicher Weg.
Eine letzte übrig gebliebene Freundin sprach Frau S. auf ihren abwesenden, unnahbaren Zustand an. Frau S. fühlte sich angegriffen und kapselte sich noch mehr ab.
Eines Tages wurde Frau S. Opfer eines Autounfalls, nur mit grossem Glück entging sie dem Tod. Dieser Unfall entpuppte sich als greifendes Warnsignal. Frau S. entschied sich, professionelle Hilfe zu holen, da sie erkannte, dass zumindest ein Teil in ihr sich nach erfülltem Leben sehnte.

Der Weg führte Frau S. in eine Praxis, in der Autogenes Training und Hypnose angeboten wurde. Frau S. hatte einmal gehört, dass diese Methoden dem Menschen bei der Bearbeitung ihrer Probleme helfen würden. Da sie nichts mehr zu verlieren hatte, ausser ihren letzten Funken Lebenswillen, begann Frau S. eine Hypnose-Therapie und erlernte in wenigen Wochen Autogenes Training zu praktizieren. Dieses konnte sie immer besser selbständig überall anwenden, um sich zu beruhigen und zu entspannen. Frau S. fühlte sich mit dieser Methode schon viel besser.

In der Hypnose machte Frau S. beeindruckende Erfahrungen: In einer Sitzung erinnerte sie sich an die Tatsache, dass ihre Mutter sie eigentlich hatte abtreiben wollen, sie also ein ungewolltes Kind war. Dieses Gefühl hatte die Basis für ihre Lust- und Kraftlosigkeit gebildet. Mit der Aufarbeitung dieser sehr schmerzhaften Erkenntnis durchlief Frau S. mehrere Stufen der Heilung: Leiden, Trauer, Resignation, Wut und Vergebung. Dank ihrer starken Konstitution und der geduldigen, einfühlsamen Unterstützung durch ihren Therapeuten schaffte Frau S. nach rund einem halben Jahr den erlösenden Durchbruch: Ihre Erkenntnis, dass sie trotz versuchter Abtreibung überlebt hatte, gab ihr die Gewissheit, stark und lebenshungrig zu sein!

Ihr neues Lebensmotto lautet heute: Ich sage ja zu meinem Leben und ich gestalte es mit Freude!
Frau S. geht heute sorgsam mit ihrem Leben um. Sie ist dankbar eine zweite Chance erhalten zu haben. Sie praktiziert täglich Autogenes Training und geht regelmässig joggen. Ihren Therapeuten sucht sie regelmässig auf- sie will noch mehr aus ihrem Leben machen!

Sylvia Gloor

2 Kommentare

  • Paul sagt:

    Guter Blog, gefaellt mir super. Auch schoene Themen.

  • Biia sagt:

    Bonjour TomB, merci de donner votre resensti au sujet de l’auto hypnose. Personnellement, je pense que l’auto hypnose est encore trop peu connue du grand public. C’est pourtant un ressource que nous posse9dons tous en nous meames. Avec un peu de pratique et de technique, il est assez facile d’obtenir des re9sultats concrets et mesurables en peu de temps. Contrairement e0 certains apprioris vis e0 vis de l’auto hypnose, c’est un e9tat naturel d’hyper e9veil libe9rant simplement l’imagination.

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