Stress wirkt schneller aufs Gehirn als angenommen

09.02.2012

Stress wirkt sich offenbar erheblich schneller auf die Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn aus als bisher angenommen. Das haben Psychobiologen der Universität Trier mit verschiedenen Experimenten belegt, teilte die Hochschule am Dienstag mit.

Wissenschaftler hatten in der Vergangenheit angenommen, dass der in Stresssituationen vom Körper ausgeschüttete Stoff Kortisol erst nach bis zu 20 Minuten im Gehirn wirkt. Nach Angaben der Trierer Wissenschaftler löst Kortisol jedoch schon innerhalb weniger Minuten Funktionsänderungen im Gehirn aus. Das habe Einfluss auf die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Menschen auf bestimmte Ereignisse.

Cortisol ist eines der wichtigsten Hormone überhaupt. Es hat eine ausgeprägte Tagesrhythmik. Es wird in der zweiten Nachthälfte produziert, so dass es für die Tagesaktivität und die Belastungen voll verfügbar ist.

Es ist damit das wichtigste Stresshormon, das bei psychischem oder physischem Stress ausgeschüttet wird. Seine Hauptwirkungen betreffen Stoffwechsel, Immunfunktion, die psychische Befindlichkeit und die Regulation des Wachstums. Es aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Glukosebereitstellung, verändert die psychische Reaktionslage und greift massiv in die Immunabwehr ein. Es wirkt grundsätzlich entzündungshemmend und blockiert die spezifische und unspezifische Immunabwehr.

Umso wichtiger ist eine Stressreduzierung durch Methoden wie Autogenes Training, Selbsthypnose und andere imaginative Techniken, die bei regelmäßiger Anwendung, den Stressaufbau schon im Vorfeld abschwächen oder ihn erst gar nicht entstehen lassen

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