Hypnose-Ausbildung macht jede Methode noch wirksamer!

24.04.2012

Hypnose Ausbildung

„Zuerst bestimmen wir unsere Gewohnheiten, und dann bestimmen unsere Gewohnheiten uns.“ John Dryden-Dichter

Sie arbeiten vielleicht schon in der einen oder anderen behandelnden oder beratenden Tätigkeit mit Menschen. Möglicherweise haben Sie eine anspruchsvolle medizinische Ausbildung absolviert, um auf dem gewählten Gebiet ein Meister zu werden, um so möglichst vielen Menschen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Es ist auch gut möglich, dass Sie einen fundierten psychologischen Hintergrund aufweisen, auf den Sie täglich in der Gesprächstherapie mit Ihren Klienten zurückgreifen. Alles, was Sie tun, tun Sie gut und gewissenhaft. Sie nehmen sich Zeit für jedes Anliegen und setzen viel  Energie in Ihren Beruf ein.

Trotzdem kann es sein, dass Sie in bestimmten Situationen feststellen, dass eine Form der Therapie-Resistenz all Ihre Bemühungen unterwandert. Dass Ihr Klient sich noch so kooperativ zeigen möchte, jedoch ein bestimmter Bereich seiner Problematik unerreichbar bleibt. Sicherlich haben Sie sich dann schon gefragt, wie Sie noch mehr in die Tiefe der Angelegenheit vordringen könnten.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir alle durch einen bewussten und einen unbewussten Anteil gesteuert werden, so stellt sich spätestens jetzt die Frage, wie viel auf der unbewussten Ebene das therapeutische Gelingen unterstützen aber auch sabotieren kann. Gehen wir weiter davon aus, dass unser Verhalten, sowohl das persönliche als auch das physiologische auf erlernten Programmen basiert, so liegt die Folgerung nahe, dass vermutlich sehr viel davon absolut unbewusst im Bereich des Unterbewussten abgespeichert wurde, denn dieser Ort hat eine viel grössere Speicher-Kapazität als das Bewusstsein.

Wir bewältigen unzählige Dinge im Alltag, ohne über sie nachzudenken. Dies geschieht, indem wir auf die Gewohnheiten zurückgreifen, die in unserem Unterbewusstsein abgespeichert sind. Somit sorgen unsere mentalen Programme für einen geregelten Ablauf. Jedoch nicht nur für einen geregelten Ablauf.

Es bestehen neben allen dienlichen auch mentale Programme, die wir durch sogenannte Assoziationen gespeichert (gelernt haben), die uns nicht dienlich sind. Wenn zwei Dinge gleichzeitig passieren oder kurz nacheinander geschehen, speichert unser Unterbewusstsein diese ab. Wenn sich diese Muster einige Male wiederholen oder für uns eine starke Emotion hervorrufen, wird das eine mit dem anderen in Verbindung gebracht. Auf diese Weise entstehen komplexe Verhaltensweisen (Beispiele: Wenn ich gut plane, erreiche ich meine Ziele mit Leichtigkeit. Oder: Immer dann, wenn ich gute Leistungen erbringe, werde ich geliebt. Oder: Spannung baue ich am besten durch Essen ab.). Auch Glaubenssätze entstehen so (Beispiel: Ich bin ein liebenswerter Mensch. Oder: Ich bin unheilbar krank. Oder: Das schaffe ich nie!). Jede Handlung, die unter diesen Faktoren erbracht wird entspricht dem Training eines Muskels. Der Glaubenssatz, des komplexe Verhaltensmuster werden bestärkt und bestätigt.

Der springende Punkt ist nun, dass diese Komplexität nicht über das Bewusstsein verändert werden kann. Rein rational wissen (Bewusstsein) wir alle, dass gewisse Dinge nicht richtig sind, trotzdem tun wir sie, immer wieder. Hierfür ist der Bereich des Unterbewusstseins zu erschliessen. In einer entspannten seelischen und körperlichen Verfassung geschieht dies auf sehr natürliche Weise in der Hypnose. Hier wird das Neuprogrammieren durch diverse Formen der Imagination vollzogen. Der innere Computer wird somit neu aufgesetzt, damit das individuelle Vorankommen nachhaltig ermöglicht wird. Nachhaltigkeit ist die Basis jedes therapeutischen Erfolges! Somit kann die Hypnose ein alles verbindender Bogen, der die Methoden-Vielfalt, die auf der bewussten Ebene wirkt, mit der Ebene des Unterbewusstseins zusammenführen, und somit letztlich alles ganz macht.

Sylvia Gloor

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