Traumatische Erlebnisse und ihre Folgen:

02.10.2012

Depressiver Mann auf der Bank

Ein traumatisches Erlebnis haben schon fast alle Menschen durchlebt

Unangenehme Gefühle, belastende Gedanken und körperliche Empfindungen begleiten dieses Erlebnis. Aus Forschungen weltweit, geht hervor, dass bis zu 75 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens eine traumatische Erfahrung machen. Ungefähr 25 Prozent davon entwickeln eine Trauma-Folgeerkrankung.

Verkehrsunfälle, der Verlust einer nahen Bezugsperson, Gewalt oder Missbrauch sind häufig traumatisierende Erlebnisse, auf die Menschen mit Angst, Hilflosigkeit und Entsetzen reagieren.

Diese Verarbeitung braucht viel Zeit. Nur ein Drittel der Betroffenen ist in der Lage das Trauma aus eigener Kraft zu überwinden.

Eine Traumatisierung hinterlässt unverarbeitete Eindrücke im Gedächtnis

In der Zeit nach einem traumatischen Erlebnis, erleben die Betroffenen häufig Situationen von Überflutung d.h. bedrohliche wie belastende Bilder, Geräusche, Empfindungen und Gedanken treten in den Vordergrund – so genannte Flashbacks. Sie treten plötzlich und unerwartet auf, ohne dass die Betroffenen eine Möglichkeit haben, Einfluss darauf zu nehmen. Das kann verwirrend und erschreckend sein. Die Auswirkung und somit die Tiefe der Verletzung steht im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstruktur, der Entwicklungsphase, in der das traumatische Ereignis eingetreten ist und der Intensität des Reizes.

Sehr häufig wird ein Trauma bzw. die daraus resultierenden PTBS -Posttraumatische Belastungsstörung nicht erkannt. Viele Betroffenen entwickeln dann oftmals eine andauernde Persönlichkeitsänderung. Eine Posttraumatische Belastungsstörung kann unmittelbar nach dem Trauma oder erst Wochen, Monate oder Jahre später Symptome verursachen. Viele Betroffene leben nach dem Trauma in einem Gefühl anhaltender Bedrohung. Sie empfinden ihre Umwelt auf einmal als unsicher und gefährlich – ein ständiger Stress für Körper und Seele. Mögliche Folgen sind Ängste, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Schreckhaftigkeit oder Konzentrationsstörungen.

Eine PTBS kann körperliche Beschwerden auslösen, für die der Arzt keine organische Ursache findet, beispielsweise Schmerzen. Um die negativen Gefühle zu betäuben, greifen manche Betroffene zu Alkohol, Beruhigungsmitteln oder Drogen. Das Risiko für eine Suchterkrankung steigt bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung stark an.

Die Gefahr für einen Suizid ist ein ernst zu nehmendes Problem

Je früher eine Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung erfolgt umso besser der Heilungserfolg. Sie gehört in die Hände von Experten. Die Behandlung kann ambulant oder stationär erfolgen und kann mit Hypnose sehr gut kombiniert werden.

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