Burnout – Boreout beides macht krank!

17.10.2012

Laufende Männchen

Über- oder unterfordert – Beides macht krank

Lesen Sie, warum das so ist

Ein neuer Begriff macht die Runde, man begegnet ihm immer häufiger, liest darüber, sowohl in Familien- wie auch in sogenannten Management-Zeitschriften: Burnout! Ist das mehr als eine „Modeerscheinung“? Was ist darunter genau zu verstehen? Was steht dahinter?

„Burnout“ (englisch (to) burn out = ausbrennen) bezeichnet einen Zustand grosser emotionaler Erschöpfung. Die amerikanische Sozialpsychologin Christina Masslach formulierte drei Kernaspekte eines Burnout-Zustandes:

  • Emotionale Erschöpfung
  • Depersonalisierung: Darunter versteht man die negativen Wahrnehmungen und negativen Gefühle gegenüber anderen Menschen (bspw. Kindern, Arbeitskollegen, Kunden), die früher nicht vorhanden waren.
  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit: Das Gefühl, dass trotz Überlastung nichts zu bewirken, minderwertig zu sein.

Burnout wird durch Stress ausgelöst, der nicht mehr bewältigt werden kann. Dieser entsteht durch das Ungleichgewicht der eigenen Möglichkeiten und den Anforderungen zu leistender Aufgaben. Gewisse Persönlichkeitsmerkmale begünstigen die Entwicklung eines Burnout: z.B. übertriebener Ehrgeiz; der Wunsch, sich zu beweisen, welcher sich in Zwang und Verbissenheit wandelt; innere Konflikte, die nicht beachtet, sondern verdrängt werden. Symptome eines bevorstehenden Burnout sind u.a.:

nicht berufliche Bedürfnisse verlieren an Bedeutung; Intoleranz und abnehmende Flexibilität beeinflussen Denken und Verhalten; Abwehrhaltung gegenüber Kritik an Verhaltensänderungen; eingeengte Wahrnehmung eigener Bedürfnisse; Gefühl der Wert- und Sinnlosigkeit. 

Sind Burnout-Symptome erkennbar, so ist der Gang zum Arzt oder Psychologen unausweichlich. In der Therapie, wie auch zur Vorbeugung eines Burnout-Syndroms, spielen u.a. Entspannungstechniken wie Autogenes Training eine bedeutende Rolle, darunter natürlich auch die Hypnose und Selbsthypnose. Sie kann beispielsweise helfen, wieder die Balance zu finden und die „Batterie neu aufzuladen“ durch Nutzung bisher unbewusster eigener Ressourcen und Potenziale.

Auch das Gegenteil gibt es und hat nicht minder heftige Symptome: Boreout (von englisch bore = [sich] langweilen). Dabei handelt es sich um eine selbstzerstörerische Form der Langeweile, sie kann ähnliche Symptome aufweisen, wie ein Burnout. Personen, die mit Boreout, sind meistens mit ihrer Situation am Arbeitsplatz unzufrieden.

Wer einen Boreout hat, der will etwas sinnvolles leisten, sucht Herausforderung und Anerkennung. Ist dies nicht möglich, so verliert er mehr und mehr die Energie, um die Situation ändern zu können. Anstatt seine Situation zu analysieren und Schritte zur Verbesserung einzuleiten, erschöpft er sich emotional völlig. Auch in diesem Fall kann Hypnose hilfreich unterstützen. Es lassen sich damit bisher unbewusste Kräfte, Neigungen und Potenziale erkennen, die nicht nur helfen Seele, Geist und Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sondern auch Kraft zu schöpfen, um einen neuen (Berufs-) Weg zu gehen.

Kommentar

  • Antje sagt:

    In beiden Fällen ist es deswegen wichtig einen Ausgleich zum Alltagsstress zu finden. Sollte man tatsächlich an solch einer psychischen Krankheit leiden braucht es eine Sinnfindung und hilfreiche Übungen, die man übrigens aus http://www.leben-im-goldenen-wind.de entnehmen kann.

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