Wie Hypnose Sprechblockaden aufzulösen vermag

22.01.2013

Mann in offenen Händen

Herr Peter kann jetzt frei referieren

Herr Peter ist erfolgreicher Unternehmer, hat seine eigene Firma, durch die er seit Jahren mit grossem Engagement im In- und Ausland tätig ist. Er handelt mit Rohstoffen, bietet Zutaten für jegliche Formen der Weiterverarbeitung an. Oft kauft er dafür auf internationalen Märkten ein und beweist dabei hohes Verhandlungsgeschick. Herr Peter spricht fliessend mehrere Sprachen und ist ein Mann von Welt. Auch sein Äusseres pflegt er bewusst, um in seiner Geschäftswelt einen tadellosen Eindruck zu machen. Dabei überschreitet er jedoch nie die Grenze hin zum Überkorrekten. Trotz seines materiellen Wohlstandes durch sein unermüdliches Wirken ist er ein umgänglicher, natürlicher und geselliger Mensch geblieben.

Herr Peter geniesst ein rundum ausgefülltes Leben, wäre da nur nicht diese eine Sache. Sie bereitet ihm regelmässig schlaflose Nächte, Schweissausbrüche, Zittern und Stottern -hartnäckig und gnadenlos. Immer dann, wenn Herr Peter anlässlich einer Schulung oder Informations-Veranstaltung vor zahlreichen Menschen, oft sind es hunderte, referieren soll. Dann wird Herr Peter ganz klein. Dann ist der grosse, etablierte Geschäftsmann plötzlich verschwunden und macht dem verunsicherten kleinen Jungen von damals Platz.

 

Lange wartete Herr Peter damit, nach Massnahmen und Ursachen zu forschen. In der Hoffnung, die Symptome würde sich eines Tages von alleine verabschieden. Die Situation verschlechterte sich so sehr, dass Herr Peter einmal bei einem Meeting die Veranstaltung unterbrechen musste, um sie schliesslich in höchstem Unbehagen zu beenden. Dieses prägende Erlebnis war der Auslöser, sich Hilfe zu holen.

Herr Peter wusste, dass diese Blockade in seinem Unterbewusstsein vor vielen, vielen Jahren wie ein Garten angelegt und durch diverse Erlebnisse gehegt und gepflegt worden war. Zahlreiche schulische Erlebnisse hatten das ihre erfolgreich dazu beigetragen.

Unter Trance (Hypnose) reiste Herr Peter schliesslich in die Vergangenheit zurück, zu seinem ersten und wohl prägendsten Erlebnis. Quasi als Zeitreisender wählte Herr Peter die Auslöser-Situation und wagte sich mutig mitten hinein. Damit die Bilder und damit verbundenen Emotionen ihn jedoch nicht überforderten, wurde eine Methode, die sogenannte Dissoziation gewählt. So wurde Herr Peter zum Betrachter seiner damaligen Leidens-Geschichte, wie ein Zuschauer in einem Kino „durchlebte“ er die gesamte Ungerechtigkeit, die ihm als 9-Jähriger widerfahren war:
Herr Peter war wieder der kleine gedemütigte Junge, der während eines Vortrages an seiner damaligen Schule einen Vortrag über sein Hobby, dem Segeln, hielt. Herr Peter war auf seinem Gebiet sehr bewandert und gut vorbereitet – offenbar zu gut. Der Lehrer dieses Faches, der auch segelte, liess ein ganzes Feuerwerk von Beleidigungen, Zurechtweisungen und Verhöhnung über den Schüler niedersausen. Er hatte sich als allzu kompetent erwiesen und wusste mehr als sein Lehrer. Dieser konnte mit dieser „Schmach“ nicht leben und liess seinen Schutzbefohlenen dafür bluten. Herr Peter konnte seither nie mehr frei vor einem Auditorium sprechen, denn er hatte gelernt, dass Kompetenz ihn durch das Referieren in eine schlimme Lage bringen würde. Diese Wahrheit“ hatte ihn all die Jahre in schlimmste innere Konflikte gebracht.

Aus sicherer Distanz erfuhr nun Herr Peter aus der Sicht des Jungen, aber auch jener des Erwachsenen, die wahren Umstände und konnte sie daher verstehen, das Erhaltenswerte integrieren und das Blockierende auflösen. Schweissgebadet erklärte Herr Peter nach der Trance-Sitzung, wie schlimm dieses Durchleben einerseits für ihn gewesen war, aber wie befreiend die Rückgabe an den Lehrer und die daraus erfolgte Befreiung sich anfühlte.

Herr Peter erlangte eine hohe Referenten-Kompetenz und lernte sogar über sein Thema, das er bis dahin gut gehütet hatte, zu reden. Er hatte mit seiner Schul-Vergangenheit Frieden geschlossen. Als Folge wurde sein Unternehmen noch solider.

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