Mein Alltag als Hypnosetherapeutin

08.04.2013

Frau mit Regenschirm

Susanne Keller Loomans hat die Ausbildung als Hypnosetherapeutin am IGM absolviert und arbeitet nun in eigener Praxis und als Dozentin am IGM.

Sie berichtet über Ihren Alltag als Hypnosetherapeutin.

 

 

Ich erwache Werktags so gegen 6:10. Ich bin dann noch ein Weilchen ganz für mich und kämpfe mit dem Wunsch nach mehr Schlaf und der Wärme des Bettes. Schon bald aber läuft die innere Vorschau auf den Tag. Was läuft heute? Im Leben einer Mutter kann das sehr unterschiedlich sein. Manchmal überwiegt der Kinder und Haushaltsteil, manchmal die Arbeit, manchmal hält sich alles die Waage. Das Nichtstun und Langeweile nimmt einen sehr kleinen Teil in meinem Leben ein. Diesen Blog widme ich meinem Dasein als Hypnosetherapeutin.

Ich schalte also das Geschäftshandy ein und höre ob neue Mitteilungen, ev. Absagen wegen Krankheiten eingegangen sind. Dann Hund, Kinder, Duschen und Büro um Emails zu beantworten, Rückrufe tätigen, die während der gestrigen Sitzungen eingegangen sind.

Schon bald stehen die ersten Termine an, was ein kurzes Einlesen und Vorbereitung der Fälle bedeutet. Auf dem Weg in die Praxis klingelt bereits schon wieder das Telefon, eine dringende Anmeldung zur Geburtshypnose in Schwangerschaftswoche 39. Ich schaffe Platz in der Agenda. Lüften, Wasser bereit stellen, Laptop in Betrieb nehmen, nochmal über die Agenda um den Tag zu verinnerlichen und dann noch einige Minuten Ruhe vor der ersten Sitzung.

Die Geschichten variieren, manchmal braucht es längere Vorgespräche manchmal einen schnellen Einstieg in die Welt der Hypnose und inneren Einkehr. Ich habe ein bunt gemischtes Klientel. Von der Hypnoanalyse über die Geburtshypnose, bis hin zur klassischen klinischen Hypnosetherapie. Jeder Klient verdient volle Aufmerksamkeit, eine individuelle Betreuung und viel Einfühlungsvermögen. Dies natürlich nebst dem professionellen KnowHow und ständigem inneren Fortschritt des Hypnosetherapeuten. Die Arbeit mit dem Klient/In fordert Geduld und Ruhe und sollte eine Berufung sein. Ich für mich empfinde es so.

Nach jedem Klienten wird die Sitzung kurz protokolliert und die Buchhaltung nachgeführt. Auch dies gehört in meinen Tätigkeitsbereich. Rechnungen schreiben, manchmal mahnen und auch viel Freude beim Beantworten der Geburtsanzeigen oder auch ein wenig Enttäuschung wenn einmal etwas nicht nach Wunsch verlief. Natürlich müssen immer wieder Rückrufe getätigt werden, Termine werden eingetragen, verschoben, bestätigt und manchmal auch abgesagt.

Die Familie findet flexibel dazwischen Platz und geniesst die Unregelmässigkeit meines Arbeitslebens manchmal mehr, manchmal weniger. Termine könnte ich jeden Abend bis 22.00 vergeben. Randzeiten sind in unseren Hochleistungszeiten sehr gefragt. Ich empfange manch gehetzte Managerin oder Manager nach 19.30. Dann bin ich immer wieder froh, dass mein Beruf so flexibel und ruhig ist. Ich erhole mich während der Arbeitszeit, gehe mit den Klienten in Trance und vergesse die Hektik unserer Zeit.

Abends dann noch ein letzer Check in der der Mails und hin und wieder mal ein Blog fürs IGM, bevor ich dem morgentlichen Wunsch nach der Wärme des Bettes wieder nachgebe…

Susanne Keller Loomans

Bildquelle: FreeDigitalPhotos.net (Sujin Jetkasettakor)

 

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