Burnout, keine Erkrankung?

15.10.2013

Mann schlafend am NotebookIn letzter Zeit melden sich immer mehr Experten zu Wort, die sagen, dass es Burnout als Krankheit nicht gibt. Das Syndrom ist auch nach Meinung des Bestsellerautors und Psychiaters Dr. Manfred Lütz ein reiner Modebegriff.

Wir haben keinen einzigen Burn-out-Kranken, denn Burn-out ist keine Krankheit. Geht man nach der ICD 10 Klassifizierung, dem Manual der Erkrankungen, hat er Recht.

Die körperliche Erkrankung gibt es als vegetatives Erschöpfungssyndrom ( Z-73.0) und die  psychische Erkrankung als akute Belastungsreaktion (ICD-10 F43.0), Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) oder eine sonstige Reaktion auf schwere Belastung (ICD-10 F43.8) oder aber als schwerer Fall eine Depression (F32).

Viele Experten sind der Meinung, dass man Burnout als Risiko bezeichnen soll um an einer oder an beiden Erkrankungen (körperlich / psychisch) zu erkranken.

Natürlich hat die Bezeichnung Burnout eine bessere Akzeptanz in der Gesellschaft, als sich einzugestehen: ich leide an einer Depression. Dies gilt in unserer westlichen Gesellschaft immer noch als Stigma, der Schwachen, des nicht Leistungsfähigen.

Wir müssen lernen dass Stress bedingt durch einen extremen und ständigen Zeit- und Leistungsdruck, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing am Arbeitsplatz oder die Arbeitslosigkeit die Ursachen sind zu erkranken, wie auch mangelnde Anerkennung für die geleistete Arbeit, zu hoher Druck und Stress am Arbeitsplatz und in der Freiziet, sowie die damit einhergehende Unfähigkeit in der Freizeit abzuschalten aber auch Frust im Privatleben sind oft die Ursache für die ausgebrannte Psyche und dem Verlust von Lebensqualität und Lebensfreude.

Beitrag zu lesen: hier

Nächste Praxistag zu Burnout am 19.10.2013

Barbara Prinzing

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