 | Der Jahreszeitenzyklus. Und ein paar Gedanken zu Zyklen generell. In der Natur bewegt sich alles in Zyklen. Neue physikalische Sichtweisen gehen davon aus, dass auch die Zeit an sich zyklisch verläuft. Zwar weist der „Zeitpfeil“ im physikalischen Universum wohl immer von der Vergangenheit in die Zukunft. Aber er bewegt sich wahrscheinlich in Zyklen vorwärts; vorstellbar als eine mehrdimensionale Spirale. |
Darum kehren Tendenzen immer wieder, wechseln sich ab. Als Beispiel: Mal steht die materialistische Sichtweise der Wirklichkeit im Vordergrund, dann wieder diejenige, die wir in Ermangelung einer präziseren Vorstellung als „geistig“ bezeichnen. Auch Wachstums- und Entwicklungsprozesse verlaufen nicht linear, sondern in Zyklen. In der Natur wie beim Menschen. Wobei diese Formulierung natürlich irreführend ist. Denn der Mensch gehört ja genauso zur Natur wie Tiere und Pflanzen, und untersteht damit prinzipiell denselben Daseins- und Wachstumsgesetzen.
Bei Pflanzen ist der natürliche Zyklus für uns anschaulich, da sie jedes Jahr wieder denselben durchlaufen: Im Frühling blühen sie, im Sommer produzieren sie Früchte, im Herbst verblühen sie, im Winter warten sie auf das nächste Erblühen. − Es sei denn, sie sind ein so genannter Hybrid, der durch menschliche Eingriffe zu einer pflanzlichen Eintagsfliege gemacht wurde. Solche gibt’s mittlerweile haufenweise, denn wir Menschen schrecken ja vor nichts zurück.
Zurück zur Natur! Respektive zu den natürlichen Zyklen. Die Pflanzen treten in ihrem Zyklus jetzt wieder in die Phase des Verblühens ein. Denn der Herbst zieht schon bald ins Land, die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter. In den gemässigten Zonen, zu denen wir hier gehören, ist dies die Zeit der Reife, der Ernte und des Blätterfalls. − Sagte ich nicht, dass Mensch und Natur grundsätzlich denselben Zyklen unterliegen? − Nun, dann ist die Jugend der Frühling, von Zwanzig bis etwa Fünfzig erleben wir den Sommer unseres Lebens, ab Fünfzig dann dessen Reife. Wir ziehen uns langsam wieder zurück aus dem Treiben der Welt; werfen unsere Blätter ab. Wir werden ruhiger, wenden uns mehr nach innen. Wir konzentrieren sukzessive unsere geistigen Kräfte, um auf den Winter vorbereitet zu sein. Dort ruhen wir uns aus. Um im nächsten Zyklus mit neuen Kräften wieder zu erblühen, uns ins Dasein zu stürzen und einen neuen Zyklus zu leben.
Hier bietet die Hypnose mit den "imaginativen Reisen", "Phantasiereisen" oder Märchen viele Möglichkeiten die Zyklen im Grossen und Kleinen zu erkennen. Skripts dazu findet ihr im internen Bereich. |