 | Hypnose für Kind und Mutter: den Weg gemeinsam gehen. Ganz besonders berührend sind Kinder, wenn sie schlafen oder in einem sehr entspannten Zustand sind. In meiner Praxis arbeite ich zu ca. 30% mit Kindern und Jugendlichen, was sehr schön ist, da Menschen in diesen Alters-Kategorien sehr schnelle Fortschritte machen können. |
Ich benütze dazu gerne das Bild des eingekapselten, verbackenen Unterbewusstseins, respektive der noch weichen, gallertartigen Hülle dieses Persönlichkeitsanteiles. Kinder sind so klar und echt, sie müssen so vieles noch nicht. Und sie kaum etwas um die Versteckspiele der Erwachsenen. Für sie ist ein Ja genau ein Ja und nur das. Sie kennen das Taktieren und Berechnen und Manipulieren im Umgang mit ihren Mitmenschen noch nicht.Da der Kern so noch gut zugänglich ist, ist es ein Leichtes, Kinder in eine leichte Form der Trance zu bringen, etwa durch eine angenehme Energie-Behandlung, mit Musik, Düften und dem Herbeirufen eines Kraft- oder Schutzwesens.
Anlässlich einer Reihe von Sitzungen mit einem heute 11-jährigen Mädchen, nennen wir es Sophia, bekam ich die schöne Gelegenheit mit Sophia zum Thema Angst zu arbeiten. Da wir schon in unserer therapeutischen Vergangenheit vieles gemeinsam durchlebt hatten, konnte ich als Therapeutin von einem Vertrauensverhältnis ausgehen. Ich hatte mit Sophia im Laufe mehrerer Jahre Themen wie das Bettnässen, Lernblockaden, Essverhalten und Trauma-Auflösung erfolgreich behandelt und spürte, dass nun ein wesentlicher letzter Schritt zu tun war. Mein Gefühl hing einerseits mit den stetigen Entwicklungserfolgen Sophias zusammen, andererseits aber auch mit der Tatsache, dass sie bald in die Oberstufe wechseln würde und dann einen kompletten Neuanfang erleben würde. Der Schulort würde ändern, die Klassenkonstellation und vieles mehr.Noch immer trug Sophia seelische Blockeden mit sich herum, die sie im Alltag hemmten. Sei es während Prüfungssituationen, im Umgang mit den Kolleginnen oder während der Nacht alleine in ihrem Zimmer.
Sophias Mutter ist eine aufgeschlossene, interessierte und engagierte Mutter. Es ergaben sich immer wieder fruchtbare Coachings. In einem dieser Austausche erkannten wir, dass Sophias Ängste vor der Dunkelheit mit der Geburt zusammenhängen mussten. Irgendetwas hatte das Kind stark verunsichert und in eine Dauer-Verunsicherung gedrängt.Da mir meine Intuition signalisierte, dass das Thema sowohl Kind als auch Mutter betreffe, schlug ich eine gemeinsame Sitzung vor.Ich organisierte für diesen Anlass eine zweite Liege und richtete so ein Doppelbett in meiner Praxis her, mit kuscheligen Decken, Kissen, Stofftieren und ganz wichtig: einer Taschenlampe für Sophia. Diese Taschenlampe war das Sicherheitstürchen für Sophia, sollte die Dunkelheit für sie zu schwer werden.
Ziel war es, die beiden in eine gute Trance zu bringen, ich benutzte dazu eine progressive Muskelrelaxation. Bald waren beide sehr entspannt und gut ansprechbar unter ihrer flauschigen Decke, die sie beide gemeinsam einhüllte.Schon dieser Anblick, der regelmässige Atem und die entspannten Gesichter der beiden liess mein Therapeutinnen-Herz höher schlagen.Mittels eines UFOs, das ich den beiden als Reise-Gefährt anbot, reisten wir gemeinsam zuerst an einen sicheren Ort, ich nenne ihn Save Place, der als Insel und Anker dienen soll, wenn Emotionen und Erlebnisse im Prozess selber zu belastend werden könnten.
Die beiden reisten in die Vergangenheit, gingen Jahr für Jahr zurück und erreichten schliesslich den Tag der Geburt, die anstand. Mitten in den Wehen der Mutter, erklärte die kleine Sophia, sie wolle nun doch nicht zur Welt kommen, sie hätte zu viel Angst. Sie würde am liebsten im Bauch der Mutter bleiben wollen, so ihre Aussage. Mittels der Kombination verschiedener Methoden, unter anderem jener der TimeLine gelang es uns, herauszuschälen, dass Sophia ein vorgeburtliches Trauma belastete. Ihr Unterbewusstsein sendete uns Bilder, nach denen sie abermals in schmerzliche Situationen hinein- geboren worden war. Nun wollte sie einfach nicht noch so ein Leben ertragen müssen. Unter der tapferen Mitarbeit der Mutter, die diverse Male die Rolle als aktuelle Mutter, aber auch jene anderer involvierter Personen übernahm, gelang ein Auflösen verschiedner negativer Muster und deren Integrieren in Sophias Unterbewusstsein und somit ein Friedensvertrag zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem. Was gibt es Schöneres, als ein Kind in den Armen seiner Mutter mit dem glückseligen Lächeln des grenzenlosen Vertrauens und der bedingungslosen Bejahung des Lebens! Danke Sohia! slgo
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