 | Jetzt im neuen Jahr den eigenen „Rubikon“ überschreiten? |
Rubikon? War das nicht dieser Begriff aus dem klassischen Zitat mit der etwas absoluten oder gar bedrohlich wirkenden Aussage? Doch genau. Der Ursprung seiner Bekanntheit verdankt der Rubikon durch den römischen Bürgerkrieg, den Julius Cäsar ab 49 v. Chr. gegen Pompeius führte. Als der Römische Senat beschloss, dass Cäsar sein Heer entlassen müsse, überschritt dieser den Grenzfluss (mit der Bemerkung dass die Würfel geworfen seien) und eroberte daraufhin Italien und später Spanien. Cäsar wusste genau, dass es mit dem Überschreiten des Flusses kein Zurück mehr gab. Für uns ist es ein Symbol des Aufbruchs! Den „Rubikon überschreiten“ bedeutet in unserem Kontext nichts anderes, als ganz bewusst eigene Grenzen überschreiten und sich selber mutig neue Perspektiven eröffnen. Denn eigentlich wissen wir ja alle selber, das wir ständig in Bewegung bleiben und uns weiterentwickeln müssen um innerlich lebendig zu bleiben. Im Erreichten verharren zu wollen käme einem Stillstand gleich. Was aber treibt uns an? Die Ursachen und Gründe sind individuell und vielfältig: Aulöser kann z.B. ein unbewusster Wunsch, ein bestimmter Mangel, die Abenteuerlust, eine Flucht oder manchmal aber auch eine bestimmte oder unbestimmte tiefe Sehnsucht sein. Sich mit Hilfe des „Rubikon-Prozesses“ auf den Weg machen Mit dieser Methode ist es möglich, einen solchen, unbewussten Wunsch zu manifestieren und gewünschte, eigene Grenzen zu überschreiten und Neuland zu betreten. Der „Rubikon-Prozess“ (benannt nach den Psychologen Heckhausen und Gollwitzer) ist ein motivationspsychologisches Modell zielrealisierenden Handelns. Es zeigt verschiedene Reifestadien auf, die ein Wunsch durchlaufen muss, bis er in die Handlung überführt werden kann. Diese „Reifestadien“ können vor allem in einer hypnotischen Trance sehr gut erlebt werden und je nachdem verändert werden, wenn man spürt dass das Ergebnis nicht dem gewünschten Ziel entspricht. Wir begleiten unsere Klienten auf dem Weg vom unbewussten Wunsch zur Lösung in kleinen, gezielten Schritten. Insbesondere um die Suche nach Ressourcen und Möglichkeiten, die im Klienten vorhanden sind, aber (wieder) gefunden und integriert werden wollen. Der Aufbruch ins Unbekannte als Metapher in den Märchen Auch Märchen erzählen von diesen Aufbrüchen ins Ungewisse, die meistens zu Fuss oder zu Pferd beginnen. Beeindruckend ist, mit welchem Mut, Vertrauen, Offenheit und Selbstverständlichkeit unsere Protagonisten diesen Weg antreten. Und sind es nicht die Märchen, die uns immer darauf hinweisen, dass auch unser menschlicher Lebensweg ins Ungewisse führt? So erzählt uns beispielsweise ein schönes norwegischen Märchen von dieser Reise, wie eine junge Frau das erträumte Schloss östlich von der Sonne und westlich vom Mond sucht... Ihr Neujahrswunsch wird wahr Nichts ist so flüchtig wie gute Vorsätze – wir kennen es alle. Umso wichtiger ist es, unsere Wünsche konkret in Taten umzusetzen. Brechen wir also jetzt mit Hilfe der Hypnose auf, unseren „Rubikon“ zu finden und zu überschreiten... |