Zeitumstellung

28.12.2012
Zeitumstellung

Die eigene „innere Uhr“ – ausgeliefert oder beeinflussbar?

Wir alle kennen das Phänomen, welches uns jedes Jahr regelmässig zweimal irritiert. Die Rede ist von der Zeitumstellung, wenn die Uhren wie im Herbst um eine Stunde zurückgestellt gestellt werden. Einige Menschen spüren gar nichts davon, andere wiederum leiden darunter und die Umstellung des Schlaf-Wach-Rhythmus kann sogar körperliche oder psychische Beschwerden auslösen.

So kann es mehrere Tage dauern, bis sich der Körper an den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anpasst, im Extremfall sogar mehrere Wochen. Die individuelle Anpassungsphase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So kann selbst eine geringe, scheinbar unbedeutende Schwankung von nur 60 Minuten zu negativen Reaktionen wie Müdigkeit, Herz-Kreislauf-Problemen, Verdauungsstörungen und Ein- und Durchschlafstörungen führen.

Bei uns sind insgesamt rund ein Fünftel der Menschen betroffen und haben Beschwerden. Unbestritten ist, dass eine Verschiebung des Schlafrhythmus nicht gesundheitsfördernd ist. Gemäß einer Studie kann sich der Organismus eigentlich gar nicht an die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung gewöhnen. Der Grund liegt darin, dass sich die Umstellung auf die Winterzeit auf den Biorhythmus auswirkt, der sich seinerseits natürlicherweise am Tageslicht orientiert. Unsere „innere Uhr“ beeinflusst also nicht nur den Schlafrhythmus, sondern auch auf viele andere Vorgänge im Körper. Besonders empfindlich auf die Zeitumstellung reagieren sensible und ältere Menschen.

Wie können Sie sich selber helfen?

Eine in der Praxis erfolgreich bewährte Methode ist die des autogenen Trainings. Dank konzentrativer Selbstentspannung kann ein Zustand angenehmer Tiefenentspannung erreicht werden. Mit regelmässigem Üben werden verschiedene körperliche Dysfunktionen und Spannungen positiv beeinflusst, die Konzentrationsfähigkeit und Resistenz gegenüber Alltagsstress erhöht und auch der Schlafrhythmus kann wieder gefunden werden.

Einge Tipps um die Zeitumstellung besser zu bewätligen:

  • Sich nicht übertrieben ängstigen um den Schlaf, denn dieser reguliert sich von selbst, wenn die elementaren Voraussetzungen stimmen.
  • Tage mit ruhigen entspannenden Aktivitäten einrichten (Bewegung, Atemtechniken, Entspannung etc.).
  • Vor dem Zubettgehen Entspannungstechniken wie z.B. autogenem Training, Selbsthypnose und progressiver Muskelrelaxation nach Jacobson durchführen. Diese bieten wirksam Hilfe bei Einschlafproblemen.

Entspannung in Minuten – mit dem Autogenen Training

Ein vollständiger Durchgang mit den sechs Grundübungen dauert etwa zehn bis 15 Minuten und sollte täglich möglichst zur gleichen Zeit geübt werden. Allerdings ist Autogenes Training nichts für Ungeduldige, der Erfolg stellt sich erst langsam ein. Eine neuere Studie ergab aber, dass sich bereits nach vier Wochen regelmäßigen Übens die Entspannungsfähigkeit erheblich verbessert hat. Menschen, die nach einigen Monaten Autogenes Training perfekt beherrschen, können innerhalb kürzester Zeit an jedem Ort tief entspannen.

Hilfreich nicht nur im Umgang mit der Zeitumstellung sondern auch im Alltag.

Wer mit den Übungen der sogenannten Grundstufe vertraut ist, kann mit weiteren Übungen sogar dazu übergehen, gewünschte Verhaltensweisen zu „etablieren“. Damit geht Autogenes Training über eine reine Entspannungsmethode hinaus und dient der Persönlichkeitsentwicklung (zum Beispiel mit der Formel „ich trete selbstbewusst auf“) oder lässt sich dafür nutzen, die Kreativität zu fördern, sich besser zu konzentrieren oder Ziele zu verwirklichen.